Mit der Komödie „Risiken und Nebenwirkungen“ von Ute Tretter-Schlicker hat die Theatergruppe des SV Neckarburken in diesem Jahr wieder einmal bewiesen: In unserem Dorfgemeinschaftshaus wird nicht nur gespielt, hier wird begeistert, gelacht und mitgefiebert.
An insgesamt fünf Abenden (13., 14., 20. und 21. März – mit einer zusätzlichen Familienvorstellung am Samstagnachmittag) verwandelte sich die Bühne in das turbulente Zuhause von Hypochonder Alfred und seiner scharfzüngigen Schwester Agnes. Und schnell war klar: Hier bleibt kein Auge trocken.
Schon am ersten Wochenende war die Resonanz groß – die Samstagsvorstellung war sogar restlos ausverkauft. Auch wenn das zweite Wochenende nicht ganz an diese Zahlen anknüpfen konnte, tat das der Stimmung keinen Abbruch: Das Publikum erlebte durchweg beste Unterhaltung, begleitet von vielen Lachern und begeistertem Applaus.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Alfred (Günter Schober), der nicht nur mit eingebildeten Krankheiten, sondern auch mit einem gut gehüteten Geheimnis zu kämpfen hat. Seine Schwester Agnes (Petra Hemberger) sorgt mit ihrer resoluten Art für zusätzliche Turbulenzen, während sich Harry (Gerd Ehret) als „bester Freund“ nicht immer als die größte Hilfe erweist.
Wenn dann noch Julchen (Moni Fischer) mit Nachdruck versucht, Harry für sich zu gewinnen, ein selbsternannter Wunderheiler Olaf (Fabian Englert) die Bühne betritt und Maria (Kirstin Heck), Alfreds Jugendliebe, plötzlich wieder auftaucht, ist das Chaos perfekt – sehr zur Freude des Publikums.
Besonders in Erinnerung bleiben werden zahlreiche urkomische Szenen: Etwa wenn Agnes beherzt zur Bratpfanne greift, um sich gegen Alfred und Dr. Maier (Markus Heck) zur Wehr zu setzen, oder wenn Harry als „Erster Borjemer Diplom-Anbaggerer“ versucht, Olaf zu erklären, wie man mit Frauen umzugehen hat.
Neben viel Humor gab es in diesem Jahr auch emotionale Momente: Mit Kirstin Heck, Gerd Ehret und Moni Fischer durften gleich drei neue Spielerinnen und Spieler auf der Bühne begrüßt werden. Gleichzeitig wurde mit Luise Tanecker eine prägende Persönlichkeit der Theatergruppe verabschiedet. Als langjährige Spielleitung und erfahrene Schauspielerin hat sie die Gruppe über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt – ein Abschied, der auf und vor der Bühne für rührende Momente sorgte.
Hinter den Kulissen sorgten zahlreiche helfende Hände dafür, dass alles reibungslos ablief. Ob Bühnenauf- und Abbau, Technik oder Organisation – ohne dieses Engagement wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich. Ein dickes Dankeschön gilt auch dem Team hinter dem Vorhang, dass bei Textunsicherheiten beherzt ausgeholfen hat (Mechthild Backi & Luise Tanecker), sowie dem „Mann für den Ton“ (Martin Schlinke).
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Neben Getränken und Brötchen, dessen Verkauf an den Abendveranstaltungen viele Freiwillige des Vereins stemmten, übernahmen am Familiennachmittag die engagierten Helferinnen und Helfer der „Spielgruppe“ des SV Neckarburken die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen.
Ein besonderes Jahr war es auch organisatorisch: Mit neuer Theaterleitung (Ramona Helmstädter) und teilweise neu verteilten Verantwortungsbereichen musste sich das Team zunächst finden – was eindrucksvoll gelungen ist. Die Zusammenarbeit innerhalb der Theatergruppe und mit dem Verein funktionierte hervorragend.
Und wie geht es weiter? Das nächste Stück steht noch nicht fest – sicher ist aber: Es darf wieder herzhaft gelacht werden. Zudem wird der Kartenverkauf im kommenden Jahr neu gestaltet, um noch mehr Gäste für die Aufführungen zu begeistern.
Eines bleibt festzuhalten: Die Theaterabende in Neckarburken sind und bleiben ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Ort – und ein Garant für beste Unterhaltung.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!



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